Beste Geldanlage
Es ist vollkommen nachvollziehbar, dass Verbraucher am liebsten klare Aussagen in den themenbezogenen Medien dazu erhalten würden, welches Modell für die individuelle Situation die beste Geldanlage darstellt. Bei der Beschäftigung mit der umfangreichen Materie erfahren Anleger aber meist sehr schnell, dass es die objektiv optimale Anlageform schlicht nicht geben kann. Dies liegst zunächst schon daran, dass jeder Verbraucher ein ganz individuelles Sicherheitsbedürfnis hat, wenn es an die Auswahl der möglichen Anlagen geht. Und auch im Hinblick auf den so genannten Anlagehorizont gibt es zum Teil deutliche Differenzen. Kleinanleger etwa sind vielfach bereit, sich mit eher durchschnittlichen Renditen zufrieden zu geben, wenn ihnen eine gute Geldanlage im Gegenzug eine hohe Investitionssicherheit bieten kann. Die beste Geldanlage sollte also mit einem möglichst geringen Verlustrisiko einhergehen. Und auch bei den Laufzeiten haben Anleger sehr unterschiedliche Grundbedürfnisse.
Festgeld und Tagesgeld bringen schon frühzeitig Rendite bei geringem Anlagerisiko
Wer über eher geringe Rücklagen verfügt, möchte über diese in der Regel idealerweise auch kurz- oder mittelfristig verfügen können. Für diesen Anlegertypus bieten sich Produkte aus den Bereichen Tagesgeld und Festgeld an. Denn hier sind die erbrachten Einlagen über eine gute Geldanlage vielfach jederzeit verfügbar. Bei Festgeld bietet die beste Geldanlage zwar eine Zinsbindung. Zudem aber können viele Kontomodelle auch mit kurzfristiger Bindung ausgewählt werden. Nicht alle Festgeldkonten laufen über einen Zeitraum von mehreren Jahren, schon ab einer Laufzeit von wenigen Wochen oder Monaten können Produkte als gute Geldanlage ausgesucht werden. Kunden, die ihre Ersparnisse trotz der Wahl eines Festgeldkontos auch vor Ablauf der Fristen nutzen möchten, sollten darauf achten, dass eine vorzeitige Auflösung des Vertrages möglich ist. Vielfach werden von Seiten der Anbieter Vorfälligkeitsgebühren erhoben. Damit das gewählte Konto dennoch die beste Geldanlage ist, sollten diese Kosten überschaubar gering sein.
Der Klassiker „Bausparvertrag“: Auch bei jungen Anlegern wieder sehr begehrt
Für Anleger mit Vorliebe für langfristige Anlageformen, denen zum Zeitpunkt des Laufzeitbeginns keine hohen Summen zur Verfügung stehen, kann der klassische Bausparvertrag ein Option darstellen. Hier werden Monat für Monat Einzahlungen getätigt. So steigen auch die Zinserträge bei diesen Produkten erst sukzessiv an. Die Vermutung, dass Bausparvertrag eigne sich vor allem für solche Bankkunden, die über diese gute Geldanlage einen Immobilienerwerb oder den Neubau finanzieren möchten, ist berechtigt. Dennoch ist der Bausparvertrag oftmals auch für ganz normale Sparer die beste Geldanlage mit einer ordentlichen Rendite und hoher Einlagensicherheit. Zumindest dann, wenn die investierten Summen ohne hohe Nebenkosten – für das Abrufen der Gelder oder die Führung des benötigten Kontos – vor Ende der Laufzeiten für andere Anschaffungen über Investitionen verwendet werden können.
Aktien und Fonds werfen oft erst langfristig Gewinne ab
In den Bereich der eher langfristigen Investments sind Aktien/Fonds oder die so genannten ökologischen Geldanlagen einzuordnen. An der Börse sind die Zeiten für rasche Top-Renditen aus Sicht von Branchenkennern einstweilen vorbei. Aktien aus verschiedenen krisensicheren Branchen können durchaus hoch rentabel sein. Einerseits jedoch besteht hier auf Basis der Erfahrungen während der Wirtschaftskrise ein nicht unerhebliches Verlustrisiko, das sich vor allem bei schnellem Kapitalbedarf im Falle eines Verkaufs einstellt. Zudem ist das Risiko grundsätzlich relativ hoch. Auch dies hat sich in der Krise bestätigt. Die beste Geldanlage sind Aktien also eher für risikofreudige Anleger, die auf einen Boom in bestimmten Bereichen setzen.
Öko-Anlagemodelle mitunter mit vielen Jahren Investitionsdauer
Ökologische Geldanlagen sind grundsätzlich eher langfristig rentabel. Bei Holz-Investments, Solaranlagen und ähnlichen Produkten ist die Zeitspanne oftmals deutlich länger, bis die Investoren Gewinne erzielen. Dafür sind die Renditen vielfach überdurchschnittlich.Die beste Geldanlage sind solche Modelle als für Sparer, die auf ihre Einlagen für einen langen Zeitraum verzichten können und für den Notfall ausreichend andere Mittel nutzen können. Da es sich vielfach um junge Anlageprodukte handelt, fehlt es zudem an Erfahrungswerten. Aussagen zur wahrscheinlichen Rendite für die Investoren sind daher mitunter eher als Prognose denn als Gewissheit zu verstehen.
Zuschüsse vom Staat bei Altersvorsorgen nur bei Ausdauer bis ins hohe Alter
Langfristig ausgerichtet sind schon ihrem Namen entsprechend die verschiedenen Geldanlagen aus dem Bereich der Altersvorsorgen. Dies müssen Verbraucher grundsätzlich im Hinterkopf haben, wenn sie Formate wie die Riester- oder Rürup-Rente als beste Geldanlage in Betracht ziehen. Die meisten Modelle werden vom Staat bezuschusst, weil die staatlich geregelte Altersvorsorge allein nicht mehr ausreicht. Die eingezahlten Gelder können auf Wunsch der Anleger zwar vor Ablauf des geplanten Einzahlungszeitraums abgerufen werden. Allerdings müssen in diesem Fall fast immer die staatlichen Zulagen zurückgezahlt werden. Als beste Geldanlage kommen diese Finanzprodukte generell nur dann in Frage, wenn die Fortführung bis zum Rentenalter geplant und möglich ist.
Welche Möglichkeiten für welchen Anleger die beste Geldanlage darstellen, hängt also vorrangig davon ab, welche Wünsche mit Bezug auf Laufzeit, Rendite und Risiko beim Verbraucher bestehen. Lassen sich Kunden bei einer Bank beraten, sollten diese Punkte ausdrücklich betont werden. Denn bei vielen Beratungsgesprächen stellen die Berater noch immer vor allem die eigene Provision und die Gewinnaussichten für ihren Arbeitgeber in den Mittelpunkt der Beratung. Der Kunde selbst muss die gewünschte Richtung vorgehen, um die beste Geldanlage aus der großen Bandbreite der Möglichkeiten herauszufiltern und keine falschen und schlimmstenfalls kostspieligen Investitionsentscheidungen zu treffen.