Bausparvertrag
Die Art und Weise wie Verbraucher aus der großen Bandbreite der Geldanlage-Modelle das ihrer Meinung nach sinnvollste auswählen, unterliegt wie vieles im Leben Trends. Dies zeigt sich einmal mehr beim Thema Bausparen. In den Jahren vor dem Ausbruch der Krise auf den internationalen Finanzmärkten legten auch Ottonormalverbraucher ein hohes Maß an Risikobereitschaft an den Tag statt sich wie früher auf die eher sicheren Investments zu konzentrieren. Der Bausparvertrag galt in den Augen vieler Anleger als altbacken und überholt. Inzwischen aber sind die Produkte dieser Kategorie bei den Deutschen wieder gefragt wie den 80er und 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Bausparen ist angesagt. Überraschenderweise sind es nicht zuletzt die jungen Berufstätigen, die immer häufiger erkennen, dass sich ein möglichst früher Start bei der Altersvorsorge langfristig lohnen kann. Je früher desto besser – so könnte das Credo der Nachkrisenzeit auf den Punkt gebracht werden.
Schon in jungen Jahren ein guter Ansatz
Um zu verstehen, welche Chancen der Bausparvertrag als Geldanlage bieten kann, muss erst einmal das Modell als solches verstanden werden. Am eigentlichen Konzept, das zeigt der Bausparvertrag Vergleich recht eindrucksvoll, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten faktisch relativ wenig verändert. Und warum auch, wenn sich ein System als erfolgreich erwiesen hat. Verbraucher, die sich fürs Bausparen entscheiden, profitieren im Grunde von dem Grundsatz „in der Gruppe sind wir stark“. Denn gespart wird hierbei in einem Zusammenschluss vieler Bausparer. Auf diesem Wege schreitet der Sparprozess deutlich schneller voran, als wenn einzelne Anleger aktiv werden. Bausparen können Bürger bereits ab ihrem 16. Lebensjahr, die Zustimmung der Erziehungsberechtigten vorausgesetzt. Noch interessanter wurde der Bausparvertrag für viele Verbraucher, seit der Gesetzgeber die Riester-Förderung auf diesen Bereich ausgeweitet hat.
Geldanlage und Finanzierungsmodell fürs Eigenheim
Ihren Vertrag schließen die Anleger direkt mit einer so genannten Bausparkasse ab. Zum Vertragsabschluss gehört die anfängliche Festlegung einer angestrebten Bausparsumme, für die im Bausparvertrag ein bestimmter Zinssatz festgelegt wird. Die Sparer bringen ihrerseits eine vereinbarten prozentualen Anteil der Gesamtsparsumme in die Finanzierung mit ein. Die Differenz zur vertraglich festgeschriebenen Summe wird über ein Bauspardarlehen durch den Vertragspartner, als die jeweilige Bausparkasse, bereitgestellt. Somit können die Sparer in voller Höhe über ihre angestrebte Bausparsumme verfügen. Vorteilhaft erweist sich für die Verbraucher in diesem Fall die Tatsache, dass ihnen durch einen Bausparvertrag schon nach wenigen Jahren der Einzahlung monatlicher Beträge ordentliche Guthaben zur freien Verfügung stehen können. An diesem Punkt zeigt sich eine weitere positive Eigenschaft, die Anlegern beim Bausparen zuteil wird. Die freie Verfügbarkeit sorgt dafür, dass Bankkunden ihren Bausparvertrag nicht nur für den Neubau oder den Erwerb einer Wohnimmobilie einsetzen können. Gleichermaßen können sich Verbraucher ihr angespartes Guthaben zu einem späteren Zeitpunkt auszahlen lassen, um anderweitig Investitionen vornehmen zu können. So kann sich der Bausparvertrag als Geldanlage anbieten in Zeiten, in denen etliche der klassischen Geldanlagen als wenig rentabel erweisen.
Sinnvolle monatliche Sparbeiträge festlegen
Ein wichtiger Hinweis für Interessenten zum Bausparen im Bausparvertrag Vergleich bezieht sich auf die Festlegung der monatlichen Sparsummen. In der Regel werden beim Bausparvertrag monatliche Einzahlungen in Höhe von etwa drei bis maximal zehn Promille der Gesamtsparsumme vereinbart. Gerade für Verbraucher, die ihren Bausparvertrag mit Blick auf eine Immobilienfinanzierung abgeschlossen haben, kann es sinnvoll sein, eher zu hohen Summen zu tendieren. Denn so kann der Anspruch auf ein preiswertes Bauspardarlehen schneller erreicht werden. Bei den meisten Anbietern muss für den Erhalt eines solchen Darlehens ein Anteil von bis zu 50 Prozent der individuellen Bausparsumme durch die Monatsbeiträge erreicht werden.
Kürzere Spardauern durch höhere Beiträge können sich noch in anderer Hinsicht zum Vorteil der Sparer auswirken. Sie haben Einfluss darauf, wann es zur Zuteilung der Mittel an die Kunden kommt. Hierzu ermitteln die Bausparkassen eine so genannte Bewertungszahl. Je höher dieser Wert nach Kalkulation von Sparsumme und Spardauer ausfällt, desto früher werden Sparern die Summen ausgezahlt. Bausparer mit schlechteren Ergebnissen müssen mitunter etwas Geduld bis zur Auszahlung aufbringen. In den meisten Fällen werden Zuteilungen in dem Moment erfolgen, in dem die Kunden ihre Mindestansparsumme erreicht haben.
Vorzeitige Tilgungen und Ablösungen sollten auch beim Bausparen möglich sein
Obwohl der Bausparvertrag als Geldanlage seinen guten Zweck erfüllen kann, ist dem Bausparvertrag Vergleich zu entnehmen, dass insbesondere die Inanspruchnahme zur Immobilienfinanzierung gute Chancen für Sparer eröffnet. Besonders in Zeiten, in denen die Zinssätze auf dem Kreditsektor niedrig sind, ist der Bausparvertrag für Verbraucher eine große Hilfe. Denn: Zu welchen Konditionen ein Bauspar-Darlehen später erhältlich ist, steht schon zu Beginn des Sparvorhabens fest. Dies gilt auch für die Dauer der Tilgungsphase sowie die Tilgungsraten. Diese werden in Abhängigkeit zum gewählten Tarif festgelegt. Achten sollten Anleger beim Bausparen darauf, dass sie im Falle der Nutzung eines späteren Darlehens auch außer der Reihe vorzeitig zusätzliche Tilgungen durchführen oder ihr laufendes Darlehen vollständig ablösen können. So unwahrscheinlich es zunächst erscheinen mag, dass solche außerplanmäßigen Rückzahlungen möglich werden. Sollte sich die finanzielle Situation – etwa durch eine Gehaltserhöhung oder eine unerwartete Erbschaft – verändern, lohnt die frühere Rückzahlung in jedem Fall. Bei welchen Anbietern solche Anforderungen in Form von Sondertilgungen erfüllt sind, ist dem Bausparvertrag Vergleich in wenigen Sekunden zu entnehmen.
Dort erfahren Verbraucher auch, welche Bausparkassen besonders hochwertige und günstige Produkte gewähren. Die Unternehmen der Branche werden wie normale Banken von so genannten Ratingagenturen mit Noten versehen. Optimal versorgt sind Verbraucher, wenn sie ihre Wahl zugunsten eines waschechten Top-Produkts treffen. Schließlich binden sich Bausparer bei den normalen Standardtarifen für bis zu 20 Jahre an einen Anbieter (davon gehen meist etwa acht Jahre auf das Konto der Ansparphase). Doch auch bei den Alternativen aus dem Bereich der Schnellspar-Bausparverträge ist es ratsam, sehr genau zu vergleichen oder den Bausparvertrag Vergleich für sich arbeiten zu lassen.
Unterschiedliche Förderungen vom Staat für den Bausparvertrag
Zu Beginn dieses Beitrags zum Thema Bausparen wurde bereits der Aspekt der Förderung durch den Staat aufgegriffen. Im Einzelnen gibt es verschiedene Wege, wie Bausparer in den Genuss einer solchen staatlichen Förderung kommen können. Bei Riester-Nutzung müssen Verbraucher wissen, dass sie die Zuschüsse vom Bund zurückerstatten müssen, wenn sie ihren Bausparvertrag als Geldanlage verwenden. Die so genannte Wohnungsbauprämie kommt schon ihrem Namen nach nur Bausparern zugute, die mit ihrem Bausparvertrag einen Hausbau oder -kauf finanzieren möchten. Ehepaare erhalten eine Prämie in Höhe von 1024 Euro pro Jahr, für Alleinstehende liegt die Fördersumme hälftig bei 512 Euro. Erforderlich ist in diesem Zusammenhang ebenfalls die wohnwirtschaftliche Nutzung der Summen. Zumindest gilt dies für das Bauspardarlehen. Ist die Sperrfrist abgelaufen, können Sparer ihr angespartes Guthaben durchaus auszahlen lassen. Wohnwirtschaftlich bedeutet in diesem Fall, dass die Gelder auch für Renovierungsvorhaben oder die Ablösung anderer Baudarlehen verwendet werden können. Selbst für Mieter kann sich der Bausparvertrag in dieser Hinsicht rechnen.
Abhängig beschäftige Arbeitnehmer können des Weiteren durch die Arbeitnehmersparzulage Zuschüsse erzielen. Werden die Vermögenswirksamen Leistungen – kurz VL – in den Bausparvertrag integriert, fördert der Staat dies zusätzlich. Der Bausparvertrag Vergleich weist hier auf eine derzeit maximale Fördersumme in Höhe von 470 Euro pro Jahr und Person hin.
Bausparen – für die deutschen Sparer steht heute fest: Mit einem überholten System hat der Bausparvertrag nichts zu tun. Eher können Verbraucher sich mit staatlicher Förderung und günstigen Darlehenskonditionen schneller als erwartet den Eigenheimtraum erfüllen. Zudem kann der Bausparvertrag als Geldanlage mit guter Rentabilität einen guten Dienst erweisen, während viele andere Produkte bei den Zinsen immer weiter an Reiz verlieren.